Die Zahnmedizin in der Schweiz ist ein hochkarätiger Beruf mit einer starken Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Besonders in ländlichen Regionen und auf dem Schweizerischen Boden gibt es eine stetige Abwanderung junger Ärzt:innen – ein Phänomen, das auch das Interesse an einer Ausbildung in diesem Bereich prägt. Die https://www.candicabz.ch/ reagieren mit innovativen Konzepten, um Talente anzulocken und die Attraktivität des Berufsfeldes zu steigern.
Die Universität Bern und die Universität Zürich gelten als führende Institutionen für Zahnmedizinische Ausbildung. Während die Berner Fakultät besonders auf interdisziplinäre Forschung setzt, legt die Zürcher Fakultät Wert auf praxisnahe Lehre und enge Kooperationen mit Krankenhäusern. Beide bieten zudem spezielle Programme für internationale Studierende, die durch Sprachkurse und Mentoring-Strukturen unterstützt werden. Die Studiengebühren bleiben jedoch ein zentrales Thema: Während die Universität Bern mit rund 1.500 Franken pro Semester eine der niedrigsten Gebühren veranschlagt, liegen die Kosten in Zürich bei etwa 2.000 Franken – ein Unterschied, der die Wahl des Studienortes beeinflusst.
Ein zentraler Hebel zur Attraktivitätssteigerung ist die Förderung von Frauen in der Zahnmedizin. Laut dem Schweizerischen Heilberufeverband arbeiten nur rund 30 Prozent der Zahnärztinnen in der Schweiz – ein Anteil, der im internationalen Vergleich hinter dem der anderen Länder zurückbleibt. Initiativen wie das „Netzwerk Zahnmedizinische Frauen“ an der Universität Basel oder das Mentoring-Programm der Universität Genf zielen darauf ab, Barrieren abzubauen und mehr Frauen für den Beruf zu gewinnen. Die Berufsperspektiven sind dennoch positiv: Laut einer Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) werden bis 2030 rund 1.500 neue Stellen in der Schweizer Zahnmedizin entstehen, wobei besonders in der Präventivzahnmedizin und der digitalen Zahntechnik hohe Wachstumsraten erwartet werden.
Die Praxisnachfolge bleibt ein weiterer entscheidender Faktor. Laut dem Zahnärzteverband Schweiz sind rund 40 Prozent der aktiven Zahnärzt:innen im Alter von 55 bis 65 Jahren bereit, ihre Praxis zu verkaufen. Doch die Nachfrage nach Übernahmekandidaten übersteigt das Angebot deutlich. Um dies auszugleichen, fördert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gezielt die Ausbildung junger Zahnmediziner:innen und unterstützt mit Förderprogrammen die Gründung neuer Praxen. Besonders in ländlichen Regionen wie dem Kanton St. Gallen oder dem Jura wird auf diese Weise versucht, die Versorgungslücken zu schließen.
Ein zentrales Thema ist zudem die Digitalisierung der Zahnmedizin. Seit der Pandemie hat sich der Einsatz digitaler Tools wie 3D-Röntgen, virtuelle Prothesen oder KI-gestützte Diagnoseverfahren stark verbreitet. Die Universität Basel hat beispielsweise ein Zentrum für digitale Zahnmedizin eingerichtet, das Studierende in den neuesten Technologien schult. Doch trotz dieser Fortschritte gibt es weiterhin eine Lücke zwischen der theoretischen Ausbildung und den Anforderungen der Praxis. Viele Zahnärzt:innen berichten, dass sie in der Berufspraxis auf fehlende Kenntnisse in der digitalen Dokumentation oder der Integration von Cloud-Lösungen stoßen.
Die Zukunft der Zahnmedizin in der Schweiz hängt somit von mehreren Faktoren ab: von der Weiterentwicklung der Ausbildung, der gezielten Förderung von Frauen und jüngeren Generationen sowie der Integration modernster Technologien. Während die Zahnmedizinischen Fakultäten weiterhin auf ihre Rolle als Bildungszentren setzen, bleibt die Zusammenarbeit mit Krankenkassen, Apotheken und Industriepartnern entscheidend, um den Beruf attraktiver zu machen und die Versorgung in der Schweiz langfristig zu sichern.
- Die Studiengebühren für Zahnmedizin an der Universität Bern betragen rund 1.500 Franken pro Semester, an der Universität Zürich etwa 2.000 Franken.
- Bis 2030 werden laut BFS rund 1.500 neue Stellen in der Schweizer Zahnmedizin entstehen.
- Nur etwa 30 Prozent der Zahnärzt:innen in der Schweiz sind Frauen.
- Die Praxisnachfolge in der Zahnmedizin ist mit einem Überangebot an Kandidaten und einem Unterangebot an Übernahmekandidaten verbunden.
- Die Digitalisierung der Zahnmedizin hat sich seit der Pandemie stark beschleunigt, doch die Praxisanwendung bleibt oft hinter der Ausbildung zurück.