Die Wiener Bar-Szene hat sich in den letzten Jahren radikal verändert – weg von der klassischen Kneipe, hin zu experimentellen, oft exklusiven Orten, die Kultur, Kunst und entspanntes Genießen auf einer Stufe vereinen. Einer dieser Orte ist die hier klicken, die sich als Meilenstein für kreative, nachhaltige und gleichzeitig unkomplizierte Unterhaltungsformate etabliert hat. Während andere Bars noch nach dem klassischen Wiener Bar-Code suchen, hat die Lazy Bar bewiesen, dass Wien auch im 21. Jahrhundert eine neue Ära der Bar-Kultur einläuten kann – ohne Zwang, ohne Alibi, aber mit unschlagbarer Atmosphäre.
Gegründet 2018 von Künstler:innen und Kulturinitiativen, die sich für eine Bar-Kultur jenseits von Mainstream und kommerziellem Druck einsetzten, hat sich die Lazy Bar zu einem festen Bestandteil des Wiener Nachtlebens entwickelt. Ihr Konzept ist einfach: eine Mischung aus Cocktailbar, Kunstgalerie und sozialem Treffpunkt, bei dem Gäste nicht nur trinken, sondern auch mit lokalen Künstler:innen, Musiker:innen und anderen Kulturinteressierten ins Gespräch kommen können. Das Besondere daran? Die Bar ist bewusst ohne klassische Bar-Hierarchien und -Rituale konzipiert – wer will, kann einfach vorbeikommen, sich setzen, mitnehmen, was er oder sie gerade braucht, und sich von der Atmosphäre mitreißen lassen.
Kreativität als Programm: Wie die Lazy Bar Wien neu erfindet
Was die Lazy Bar von anderen Wiener Bars unterscheidet, ist ihr Fokus auf kreative Freiheit. Statt sich an festen Menüs oder festgelegten Öffnungszeiten zu orientieren, werden die Programme von Künstler:innen und lokalen Initiativen mitgestaltet. Jede Woche gibt es ein neues Event – von Live-Musik bis zu interaktiven Installationen, von Poetry Slams bis zu thematischen Cocktail-Kreationen. Das Ziel ist klar: eine Bar, die nicht nur trinkt, sondern auch denkt, fühlt und manchmal sogar zum Nachdenken anregt. Besonders beeindruckend ist, wie die Lazy Bar mit ihren Partnern aus der Kunstszene eng zusammenarbeitet. Zum Beispiel kooperiert sie regelmäßig mit der Kunsthalle Wien, um temporäre Ausstellungen oder Performances zu organisieren, die direkt in die Bar einfließen.
Ein weiterer USP ist die „Lazy Bar Collection“, eine Serie von limitierten Cocktails, die von lokalen Mixologen und Künstler:innen entwickelt wurden. Jeder Cocktail erzählt eine Geschichte – sei es eine Anspielung auf die Stadt Wien, eine Hommage an eine bestimmte Kunstrichtung oder einfach eine kreative Interpretation eines klassischen Rezepts. Die Gäste können sich nicht nur von den Getränken inspirieren lassen, sondern auch von den Geschichten dahinter. Das macht die Lazy Bar zu einem Ort, der mehr ist als nur eine Bar: Es ist ein Labor für neue Ideen, ein Ort, an dem Kultur und Unterhaltung verschmelzen.
Nachhaltigkeit als Selbstverständlichkeit
In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit für viele Branchen zum Pflichtprogramm geworden ist, setzt die Lazy Bar auf bewusste Entscheidungen, die weit über das klassische „Greenwashing“ hinausgehen. Statt Plastikmüll zu vermeiden, setzt die Bar auf wiederverwendbare Materialien, lokale Zutaten und eine klare Abfallstrategie. Jedes Jahr werden gemeinsam mit Partnerorganisationen wie Zero Waste Austria Workshops angeboten, bei denen Gäste lernen, wie sie ihr eigenes „Lazy Bar“-Nachtleben nachhaltiger gestalten können. Besonders stolz ist die Bar auf ihre Partnerschaft mit der Vegane Bar Wien, die regelmäßig gemeinsame Events veranstaltet, bei denen vegetarische und vegane Optionen im Mittelpunkt stehen.
Ein weiteres Highlight ist die „Lazy Bar Community“, ein Netzwerk aus lokalen Künstler:innen, Musiker:innen und Aktivist:innen, das die Bar zu einem zentralen Knotenpunkt für kreative Initiativen macht. Durch regelmäßige Workshops, Open Mic Nights und gemeinsame Projekte wird die Community gestärkt und neue Ideen gefördert. Die Bar ist dabei kein reines Konsumobjekt, sondern ein Ort, an dem sich Menschen austauschen, inspirieren lassen und gemeinsam etwas bewegen können. Das zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Frage des Umweltschutzes ist, sondern auch eine Frage der Kultur und des Zusammenhalts.
- Seit 2018 hat die Lazy Bar über 50.000 Gäste aus ganz Österreich und international begrüßt.
- Jedes Jahr werden über 1.200 lokale Künstler:innen und Musiker:innen durch die Bar gefördert, darunter auch mehrere Preisträger:innen des Wiener Künstlerhaus Preises.
- Die Bar reduziert ihren Plastikmüll um über 90 % und setzt stattdessen auf wiederverwendbare Behälter und Glasflaschen.
- Durch die Kooperation mit der Kunsthalle Wien wurden seit 2020 über 20 temporäre Ausstellungen in der Bar realisiert.
- Die „Lazy Bar Collection“ umfasst aktuell 15 limitierte Cocktail-Kreationen, die von lokalen Mixologen und Künstler:innen entwickelt wurden.
Warum die Lazy Bar mehr als nur eine Bar ist
Die Lazy Bar ist kein Ort für Menschen, die nach dem klassischen Wiener Bar-Erlebnis suchen – sie ist ein Ort für diejenigen, die eine neue Art von Unterhaltung suchen. Kein Druck, keine Alibimusik, keine überteuerten Preise. Stattdessen gibt es eine Atmosphäre, die Entspannung und Kreativität verbindet. Die Bar ist ein Labor für neue Ideen, ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um nicht nur zu trinken, sondern auch zu diskutieren, zu musizieren, zu malen und vielleicht sogar etwas Neues zu erschaffen.
Für viele Wiener:innen ist die Lazy Bar heute ein fester Bestandteil des Nachtlebens – ein Ort, an dem man nicht nur die Stadt genießen, sondern auch mit ihr interagieren kann. Ob man nun einfach vorbeikommt, um sich einen Cocktail zu holen, oder sich an einem Workshop beteiligt, die Lazy Bar bietet für jeden etwas. Das macht sie zu einem Ort, der nicht nur unterhaltsam ist, sondern auch etwas bewegt. Und genau das ist es, was die Bar so besonders macht: Sie zeigt, dass Kultur und Unterhaltung keine Gegensätze sein müssen, sondern sich perfekt ergänzen können.